Rente für den Jahrgang 1963

Der Jahrgang 1963 wird 2026 63 und ist der letzte, für den noch die Übergangstabellen des SGB VI gelten.

Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

laut Renteninformation

Zeile „Regelaltersrente“ der Renteninformation

Frühester Rentenbeginn

1. Juli 2026

mit 63 Jahren, Abschlag 13,8 %

Regelaltersrente1. Mai 2030
Langjährig Versicherte (35 J.)1. Juli 2026 · −13,8 %
Ohne Abschlag ab1. Mai 2030
Rente beim frühesten Beginn1.379 €

Wenn der Kommissionsvorschlag Gesetz würde

Frühestens 1. Juli 2027 (12 Monate später), Abschlag 10,2 %; ohne Abschlag ab 1. Mai 2030.

Szenario ohne Übergangsregeln. Kein Gesetzentwurf veröffentlicht, es gilt das heutige Recht.

Rechenweg Schritt für Schritt
  1. Regelaltersgrenze Jahrgang 1963: 66 Jahre und 10 Monate (§ 235 Abs. 2 SGB VI). Beginn am 1. Mai 2030, dem Monat nach Vollendung des Alters (§ 99 SGB VI).
  2. Mit 40 Jahren ist die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt: frühestens mit 63, je Monat vor der Regelaltersgrenze 0,3 % Abschlag (§ 77 SGB VI).
  3. Kommissionsvorschlag (kein Gesetz): ohne 45-Jahre-Rente und mit Mindestalter 64 wäre der früheste Beginn 1. Juli 2027 mit 10,2 % Abschlag.

Schätzung nach SGB VI und EStG, Stand Oktober 2026, keine Beratung. Verbindlich ist allein Ihr Rentenbescheid. So rechnen wir

Wer 1963 geboren ist, wird im Lauf des Jahres 2026 63 Jahre alt und kann damit nach 35 Versicherungsjahren die Rente für langjährig Versicherte beginnen (§ 236 SGB VI). Weil die Regelaltersgrenze für diesen Jahrgang bei 66 Jahren und 10 Monaten liegt (§ 235), kostet der früheste Start 46 Monate mal 0,3 %, also 13,8 % Abschlag, den höchsten aller Übergangsjahrgänge. Bei einem Geburtstag am 25. November 1963 ist das der 1. Dezember 2026; aus 1.650 € würden 1.422 €. Ohne Abschlag geht es nach 45 Jahren oder mit Schwerbehinderung ab dem 1. Oktober 2028, mit 64 Jahren und 10 Monaten, regulär ab dem 1. Oktober 2030. Wer schwerbehindert ist, zahlt bei einem Beginn mit 63 nur 6,6 %. Der Besteuerungsanteil liegt je nach Startjahr zwischen 84,0 % und 86,0 %. Nach dem Kommissionsvorschlag von 2026 läge der früheste Beginn ohne Übergang erst im Dezember 2027; das ist kein Gesetz.

63 im Jahr 2026: was sich jetzt öffnet

Alle 1963 Geborenen erreichen 2026 das Mindestalter für die Rente nach 35 Jahren (§ 236 SGB VI). Wer im Januar Geburtstag hat, kann schon seit Februar beginnen; im Beispiel mit dem 25. November öffnet sich das Fenster am 1. Dezember 2026, am Monatsersten nach dem Geburtstag. Für diesen Jahrgang ist der Abschlag beim frühesten Beginn so hoch wie nie zuvor in der Übergangszeit, weil die Regelaltersgrenze schon bei 66 Jahren und 10 Monaten liegt.

Die Abschlagsleiter nach Startalter

Wie viel jedes zusätzliche Arbeitsjahr wert ist, zeigt die Leiter für jemanden mit 35, aber ohne 45 Jahre und ohne Schwerbehinderung (§ 77 SGB VI), für eine Rente von 1.650 € zur Regelaltersgrenze:

Geburtstag 25. November 1963, nur 35 Jahre erfüllt
BeginnAlterAbschlagMonatsrenteSteueranteil
1. Dezember 202663 Jahre13,8 %1.422 €84,0 %
1. Dezember 202764 Jahre10,2 %1.482 €84,5 %
1. Dezember 202865 Jahre6,6 %1.541 €85,0 %
1. Dezember 202966 Jahre3,0 %1.601 €85,5 %
1. Oktober 203066 Jahre und 10 Monate0,0 %1.650 €86,0 %

Zwischen der ersten und der letzten Zeile liegen 228 € im Monat. Die Entgeltpunkte aus den zusätzlichen Arbeitsjahren sind darin nicht enthalten; sie erhöhen die Rente zusätzlich. Mit dem Abschlagsrechner lässt sich der Punkt berechnen, ab dem sich das Warten auszahlt.

Schwerbehinderung: weniger als die Hälfte des Abschlags mit 63

Für schwerbehinderte Menschen gelten eigene Grenzen (§ 236a SGB VI): frühestens 61 Jahre und 10 Monate, ohne Abschlag 64 Jahre und 10 Monate. Der Abschlag wird deshalb an der Grenze von 64 Jahren und 10 Monaten gemessen. Beim gleichen Beginn am 1. Dezember 2026 ergeben sich 6,6 % statt 13,8 %. Seit dem 1. Oktober 2025 wäre diese Rente im Beispiel bereits möglich, mit dem Höchstabschlag von 10,8 %. Voraussetzung ist ein Grad der Behinderung von mindestens 50 zu Rentenbeginn; Einzelheiten unter Rente für Schwerbehinderte.

Die 45 Jahre: Oktober 2028 im Beispiel

Nach 45 Jahren beginnt die abschlagsfreie Rente mit 64 Jahren und 10 Monaten (§ 236b), im Beispiel am 1. Oktober 2028 mit einem Besteuerungsanteil von 85,0 % (§ 22 EStG). Wer die 45 Jahre erreichen kann, hat zwischen dem 63. Geburtstag und diesem Termin 22 Monate Zeit, um die fehlenden Zeiten zu füllen.

Der letzte Jahrgang der Übergangstabelle

Nach 1963 endet die schrittweise Anhebung. Der Jahrgang 1964 rechnet mit glatten Grenzen: 67 Jahre regulär, 65 Jahre nach 45 Jahren, frühestens 62 Jahre bei Schwerbehinderung. Für 1963 Geborene fehlen zu jeder dieser Grenzen nur zwei Monate. Der Jahrgang 1962 liegt umgekehrt zwei Monate früher.

Was der Vorschlag der Kommission ändern würde

Die Alterssicherungskommission empfiehlt, die Rente nach 45 Jahren abzuschaffen und den frühesten Beginn nach 35 Jahren von 63 auf 64 zu verschieben. Ohne Übergangsregel gerechnet, rückte der früheste Start im Beispiel vom 1. Dezember 2026 auf den 1. Dezember 2027, mit 10,2 % statt 13,8 % Abschlag, und abschlagsfrei ginge es erst am 1. Oktober 2030. Das ist ein Vorschlag mit ausdrücklichem Vertrauensschutz, kein Gesetz. Den aktuellen Stand fasst Rentenreform zusammen.

Was Versicherte fragen

Ich werde im November 2026 63: Wann kann meine Rente als Jahrgang 1963 frühestens beginnen?

Am Ersten des Monats nach dem 63. Geburtstag, bei einem Geburtstag am 25. November also am 1. Dezember 2026. Wer am 1. November geboren ist, kann schon ab dem 1. November beginnen. Voraussetzung sind 35 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten. Der Abschlag beträgt dann 13,8 %, weil 46 Monate bis zur Regelaltersgrenze fehlen.

Warum ist der Abschlag mit 63 beim Jahrgang 1963 höher als beim Jahrgang 1962?

Weil die Regelaltersgrenze um zwei Monate gestiegen ist, von 66 Jahren und 8 Monaten auf 66 Jahre und 10 Monate. Damit liegen zwischen 63 und der Grenze 46 statt 44 Monate, und jeder Monat kostet 0,3 %. Der Höchstabschlag steigt so von 13,2 % auf 13,8 %; für 1964 Geborene sind es 14,4 %.

Hilft eine Schwerbehinderung beim Jahrgang 1963 auch, wenn ich mit 63 gehe?

Ja, deutlich. Mit anerkanntem Grad der Behinderung von mindestens 50 und 35 Jahren richtet sich der Abschlag nach der Grenze von 64 Jahren und 10 Monaten, nicht nach der Regelaltersgrenze. Ein Beginn am 1. Dezember 2026 kostet dann 6,6 % statt 13,8 %. Beginnen lässt sich diese Rente sogar schon ab 61 Jahren und 10 Monaten, dann mit 10,8 %.

Lohnt es sich für Jahrgang 1963, ein Jahr länger zu arbeiten?

Rechnerisch spart jedes Jahr 3,6 % Abschlag. Ein Beginn mit 64 statt 63 senkt ihn von 13,8 % auf 10,2 %; bei 1.650 € sind das 59 € mehr im Monat, lebenslang. Dazu kommen die Entgeltpunkte aus dem zusätzlichen Arbeitsjahr. Dafür entgehen zwölf Monatsrenten; der Abschlagsrechner stellt beides gegenüber.

Wie wirkt der Reformvorschlag auf den Jahrgang 1963?

Im Szenario ohne Übergang wäre der früheste Beginn erst mit 64, im Beispiel am 1. Dezember 2027 mit 10,2 % Abschlag, und die Rente nach 45 Jahren entfiele: Ein Start am 1. Oktober 2028 kostete dann 7,2 %. Die Kommission empfiehlt Vertrauensschutz, ein Gesetz gibt es nicht. Bis dahin gilt das heutige Recht.

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Paragrafen und Quellen

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Herausgeber von Rentenrechnern: Rentenbeginn nach Jahrgang, Abschläge, Nettorente, Hinterbliebenenrente

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